Referent*innen

Sprecher*innen, Referent*innen und Gesprächsteilnehmer*innen der Konferenz Theater & Netz Vol. 5 in alphabetischer Reihenfolge.

 

Winnie Christiansen
_Panel: Theater in Zukunft. Neue Formate für Bühnenkunst (6.5., 15:00 Uhr)

Winnie Christiansen arbeitet als Szenografin und Medienkünstlerin. Seit ihrem Studium der bildenden Kunst mit Schwerpunkt Raum/Umraum, gestaltet sie narrative Räume und verbindet diese mit Spielmechaniken. Sie ist Co-Gründerin der Gruppe „trix„, die 2016 mit dem Preis der Kultur- und Kreativpiloten ausgezeichnet wurde. Trix erarbeitet immersive Theater- und 360° Videoproduktionen und spielt mit dem Spannungsfeld von narrativem Raum, Performance und neuen Medien. Homepage: https://www.winniechristiansen.space

 

Lukas-C. Fischer
_Workshop: Medienführerschein: Karambolagen vermeiden – Augen auf im Social Media Verkehr. (6.5., 10:30 Uhr)

Lukas-C. Fischer, geboren 1976 in Berlin, leitet die Internetredaktion der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Vor seiner Zeit in der Stiftung hat er als Stratege mit Schwerpunkt Digital und Social Media für Kommunikationsagenturen wie Zum goldenen Hirschen, Edelman und Ketchum Pleon gearbeitet. Während des Studiums der Kommunikationswissenschaften an der Freien Universität Berlin hat er den Blog Metronaut gegründet und für Tagesspiegel und taz gearbeitet.

 

Ralf Fücks
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Streitgespräch: Gespenster der Freiheit – Die offene Gesellschaft und die neuen Populisten (7.5., 12 Uhr).

Ralf Fücks, 1951 geboren, studierte Sozialwissenschaft, Ökonomie und Geschichte in Heidelberg und Bremen. 1982 schloss er sich den GRÜNEN an, war von 1985 bis 1989 Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der Bremer GRÜNEN. 1989/90 wurde er als Co-Vorsitzender in den Bundesvorstand gewählt. 1991 bis 1995 war Fücks Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie zweiter Bürgermeister in Bremen. Seit 1996 ist er Vorstand der Heinrich Böll-Stiftung. Fücks ist verantwortlich für die Inlandsarbeit der Stiftung sowie für Außen- und Sicherheitspolitik, Europa und Nordamerika. Er publiziert in den großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, in internationalen politischen Zeitschriften sowie im Internet zum Themenkreis Ökologie-Ökonomie, Politische Strategie, Europa und Internationale Politik. Zuletzt erschien: Freiheit verteidigen. Wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen, Hanser Verlag 2017.

 

Photo1 Henner-FehrChristian Henner-Fehr
_Vortrag: Digital Media Update – Neue Herausforderungen für Kultureinrichtungen (7.5., 13:15Uhr)

Christian Henner-Fehr lebt und arbeitet als Kulturberater in Wien. Er betreibt seit 2006 das Kulturmanagement Blog und hat sich in den letzten Jahren auf die Themen Social Media und Digital Marketing spezialisiert. Er ist Mitgründer der stARTconference und organisiert seit 2013 das stARTcamp in Wien.

 

Johanna Höhmann
_Panel: Wie aus Breaking News Theater wird. Yael Ronens “Point of no Return” und der Amoklauf von München. (7.5., 15 Uhr)

Johanna Höhmann, geboren 1981 in Essen, ist Dramaturgin an den Münchner Kammerspielen.  Sie studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Von 2011 bis 2012 war sie am HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin tätig. Sie arbeitete zusammen mit dem Regisseur Wojtek Klemm an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin und am Theater Wspólczesny in Stettin. 2013 war sie Teil des Kuratorenteams für „X Wohnungen“ von Matthias Lilienthal in der Kulturhauptstadt Košice, Slowakei und arbeitete in Vertretung für das Begleitprogramm des HAU unter der Intendanz von Annemie Vanackere. 2014 begleitete sie als Dramaturgin die Produktionen des Nachwuchsfestivals Freischwimmer und Produktionen von Damian Rebgetz und Corinne Maier.

 

Pascal Jürgens
_Vortrag mit Gespräch: Von Maschinen liebevoll umsorgt: Wie Algorithmen unser Weltbild prägen und wir ihnen dabei unter die Arme greifen. (6.5., 15 Uhr)

Pascal Jürgens ist Kommunikationswissenschaftler am Institut für Publizistik der Universität Mainz. In seiner Forschung geht er dem Einfluss von Maschinen auf menschliches Verhalten nach – insbesondere in Bezug auf politische Informationsnutzung, Diskussionsverhalten und die Struktur sozialer Netzwerke. Gegenwärtig promoviert er über die Fragmentierung der Gesellschaft durch Algorithmen.

 

Julian Kamphausen
_Panel: Neue Plattformen für digitale Theaterpraxis: Immersion, Performersion, European Digital Lab, Theater der Dinge. (6.5., 13 Uhr)

Julian Kamphausen, geboren 1975, begann als Regieassistent, Dramaturg und Regisseur am  Düssldorfer Schauspielhaus, dem Berliner Ensemble, der Volksbühne und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg zu arbeiten. Seit 2002 ist er selbständig in unterschiedlichen Funktionen hauptsächlich in den darstellenden Künsten tätig. Für das Performing Arts Programm des LAFT – Landesverband der freien darstellenden Künste leitet er seit 2013 den jährlichen Branchentreff der freien darstellenden Künste, der mit über 500 Teilnehmer*innen ein zentraler Termin für die Berliner und überregionale Tanz-, Theater- und Performanceszene geworden ist. 2016 konzipierte und leitete er zusammen mit Alexandra Wolf die Performersion: ein workshopzentriertes Format, das darstellende und digitale Künste, Forschung und Technologieentwicklung miteinander vernetzt und mit dem Kooperationspartner re:publica 2018 und 2020 fortgeführt werden wird. Ab 2018 übernimmt er die künstlerische Leitung des Festivals Hauptsache Frei! in Hamburg.

 

Marcel Karnapke
_VR-Experience: Borderline Prozession goes Virtual Reality – Ein Theaterstück im Cyberspace. (6.5. & 7.5.)

Master Honores Absolvent Media Design, Bauhaus-Universität Weimar | wissenschaftliche Arbeit zu multimedialer Rekontextualisierung archäologischer Forschungsergebnisse | Animation, Performance Capture, 3D-Programming, Web-Technologies, Virtual Reality Engineering, Archeology, Cultural Heritage, Realitätsrekonstruktion. Gewinner des 3D Guild Awards des International 3D Summit in Liege, Belgien für bester 3D VR Animationsfilm 2016.

 

Johanna Kolberg
_Panel: Theater in Zukunft. Neue Formate für Bühnenkunst. (6.5., 15:00 Uhr)

Johanna Kolberg, geboren 1995 in Halle/Saale, Puppenspielerin und Schauspielerin, ist Gründungsmitglied des Gametheater-Kollektivs komplexbrigade. Sie konzipiert und realisiert interaktives Theater.

 

 

Chris Kondeck
_Vortrag mit Gespräch: From Representational Theatre to Data-Theatre. (6.5., 13 Uhr)

Chris Kondek, geboren 1962 in Boston, experimentierte erstmals Mitte der Achtzigerjahre in der New Yorker Theaterszene mit Videos. Die erste feste Kooperation ergab sich 1989 mit der Wooster Group für die Inszenierung „Brace up!“, eine Adaption von Tschechows Drei Schwestern, gefolgt von „The Emperor Jones“ und „Fish Story“. Erst war er als „Lichtdesigner“ beschäftigt – der Begriff „Videokünstler“ hatte sich noch nicht etabliert. In den Neunzigerjahren arbeitete er für Robert Wilson, Michael Nyman und Laurie Anderson. Seit 1999 lebt Kondek in Berlin, wo er 2000/01 an drei Inszenierungen der Berliner Volksbühne beteiligt war; unter der Regie von René Pollesch wurden innerhalb einer Spielzeit verschiedene Filme auf die Bühne gebracht. Seit 2003 arbeitet er regelmäßig mit Stefan Pucher zusammen, in dessen Inszenierungen Videos eine wichtige Rolle spielen. Andere Regisseure sind Sebastian Baumgarten, Wanda Golonka, Armin Petras, Falk Richter, Jossi Wieler und Rimini Protokoll. Homepage: https://chriskondek.wordpress.com

 

Christiane Kühl
_Vortrag mit Gespräch: From Representational Theatre to Data-Theatre. (6.5., 13 Uhr)

Christiane Kühl war nach dem Studium der Neueren Deutschen Literatur (Schwerpunkt Theater/Medien), Philosophie und Spanisch an der Universität Hamburg Redakteurin bei der Taz, beim Kulturspiegel und bei Radioeins des RBB. Seit 2005 arbeitet sie als freie Redakteurin und Autorin für verschiedene Medien sowie als Theatermacherin. In Kooperation mit dem Videokünstler Chris Kondek entstanden bislang acht Performance-Projekte und Installationen. 2012 bis 2013 war sie Referentin und Stellvertreterin des Intendanten der Berliner Festspiele. 2014 und 2015 Kuratorin des Theorie-Programms des Festivals für neue Kunst steirischer herbst (AT). Aktuell hat sie eine Gastdozentur an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Fachbereich Ausstellungsdesign und Szenografie, und erarbeitet eine Performance über die Digitalisierung von Staat und Gesellschaft für den Vaba Lava Arts Space in Tallinn, Estland. Homepage: http://www.christianekuehl.de

 

kulturfritzen_a_mDie Kulturfritzen
Anne Aschenbrenner & Marc Lippuner
_Bloggerspace 6. & 7.5.

Die Kulturfritzen sind ein Projektbüro für kulturelle Angelegenheiten im sozialen Netz, das 2015 gegründet wurde, um Kultureinrichtungen und die Nutzer_innen sozialer Netzwerke zusammenzubringen.
Im Herbst 2015 initiierten sie die Blogparade #TheaterimNetz, das Bloggercafé zu Blogger-Relations und Influencer-Marketing versteht sich als Fortsetzung dieser Überlegungen im analogen Raum. Homepage: kulturfritzen.net

Anne Aschenbrenner (*1981) ist aus und lebt in Wien. Sie studierte Germanistik und Italienisch, landete bei der Theaterkritik und sodann im Kulturjournalismus. Vom Online-Journalismus her kommend, fing sie rasch digitales Feuer und begann kontinuierlich Kultur & Netz zu hinterfragen, mit Kanälen und Inhalten zu experimentieren und digitale Ideen zu entwickeln. Sie schreibt u. a. für das Feuilleton der österreichischen Wochenzeitung Die Furche, für die gift – Zeitschrift für freies Theater und für kulturwoche.at. Als Expertin für digitale Kulturkommunikation entwickelt sie Strategien und Konzepte für kleinere und größere Häuser und betreut u. a. die Social Media Schienen des Internationale Festivals für zeitgenössische Musik, Musiktheatertage Wien.

Marc Lippuner (*1978) lebt in Berlin. Er studierte Literaturwissenschaften und Geschichte, landete danach aber sofort beim Theater, dem bis heute ein Großteil seiner Liebe gilt. Er realisiert dokumentarische Projekte mit dem von ihm gegründeten Theaterkollektiv PortFolio Inc. oder inszeniert große Dramen in kleinen Theatern der deutschsprachigen Provinz. Seit seinem weiterbildenden Masterstudium in Kultur- & Medienmanagement engagiert er sich zunehmend auch in der Konzeption und Durchführung von partizipativen Kulturprojekten – im Realen und mit den Kulturfritzen nun auch im Digitalen. Seit Januar 2017 ist er künstlerischer und geschäftsführender Leiter des kommunalen Berliner Kulturzentrums WABE.

 

Ulrich Ladurner
_Vortrag mit Gespräch: Fake Fabrik. US-Wahlkampf made in Mazedonien (7.5., 13:15 Uhr)

Ulrich Ladurner, geboren 1962 in Meran, studierte an der Universität Innsbruck Politikwissenschaft und Geschichte. Er arbeitete als freier Journalist für die österreichischen Blätter Profil und News und für den ORF. Seit 1999 ist Ladurner Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT und war ihr Auslandskorrepondent aus den Krisengebieten Irak und Iran, Afghanistan und Pakistan.

 

Klaus Lederer
_Impuls und _Panel: Entgrenzung des Theaters. Wie digitale Medien den Theaterraum öffnen. (6.5., 16 Uhr)

Klaus Lederer, geboren 1974 in Schwerin und aufgewachsen in Frankfurt/Oder, ist Politiker und seit Dezember 2016 Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa in Berlin. Er studierte Rechtswissenschaften und promovierte an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2003 bis Januar 2017 war er Mitglied der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus  und dort rechtspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Von 2005 bis 2016 war er Landesvorsitzender der LINKEN in Berlin.
Homepage: www.klaus-lederer.de

 

neu neuBjörn Lengers
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VR-Experience: Borderline Prozession goes Virtual Reality – Ein Theaterstück im Cyberspace. (6. & 7.5.)
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Panel: Entgrenzung des Theaters. Wie digitale Medien den Theaterraum öffnen. (6.5., 16 Uhr)
_Workshop: These bots are made for walking. Social bots selber machen. (7.5., 13:15 Uhr)

Björn Lengers arbeitet zusammen mit Marcel Karnapke als ‚CyberRäuber‘ an der Verknüpfung von Theater mit anderen virtuellen Realitäten, findet sowieso, daß Technologie- und Kulturszene viel voneinander lernen können und ist ansonsten Kaufmann und entwickelt Software für Datenanalyse. Homepage: vtheater.net

 

Ersan Mondtag
_Panel: Behauptungsmaschine Theater: Fake und / oder die Kunst des “Als Ob”. ( 6.5., 12 Uhr)

Ersan Mondtag, 1987 in Berlin geboren, arbeitet zwischen den Feldern Theater und Musik, Performance und Installation. Das Regie-Studium an der Otto Falckenberg Schule München brach er ab und gründete das „KAPITÆL ZWEI KOLEKTIF“. 2014 und 2015 wurde er zum Festival „radikal jung« nach München eingeladen. 2016 folgte die Einladung zum Berliner Theatertreffen, mit TYRANNIS. Theater Heute kürte ihn zum Nachwuchsregisseur des Jahres. 2017 ist er mit DIE VERNICHTUNG erneut beim Theatertreffen vertreten. (Foto: Martin Kobold / Nordendfilm). Homepage: www.mondtag.com

 

Stefan Niggemeier
_Vortrag mit Gespräch: Mario Barth geht in die Oper. Comedy als Keule des Populismus. (7.5., 16 Uhr).

Stefan Niggemeier, geboren 1969 in Harderberg/Landkreis Osnabrück, ist freier Publizist und schreibt vor allem für das von ihm mitgegründete medienkritische Online-Magazin Übermedien.de. Er ist Kolumnist bei der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (wo er bis 2006 auch verantwortlicher Medienredakteur war) und beim Berlin-Brandenburger Sender radio eins. Er ist einer der Mitgründer des BILDblog. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Preise, u.a. zweimal den Grimme Online Award und die Auszeichnung „Journalist des Jahres 2007“ vom „Medium Magazin“. Homepage: www.stefan-niggemeier.de.

 

Cornelius Puschke
_Panel: Neue Plattformen für digitale Theaterpraxis: Immersion, Performersion, European Digital Lab, Theater der Dinge. (6.5., 13 Uhr)

Cornelius Puschke, geboren in Limburg an der Lahn und aufgewachsen in Bremen, ist freischaffender Dramaturg. Während seines Studiums der Kulturanthropologie- und Germanistik an der Universität Hamburg begann die regelmäßige Zusammenarbeit mit Rimini Protokoll. Weitere künstlerische Zusammenarbeiten u.a. mit Nature Theater of Oklahoma, Boris Charmatz / Musée de la danse, Peter Kastenmüller, Christian Winkler. Engagements führten Puschke in die Dramaturgie des Maxim Gorki Theaters (2010/2011) und zu den Berliner Festspielen (Foreign Affairs 2012/2013 und Immersion 2016/2017). Darüber hinaus war er 2014-2015 Gastprofessor für Dramaturgie an der HAW Hamburg und nahm Lehraufträge u.a. an der Universität St. Gallen und der Wiener Universität für Angewandte Kunst wahr. Entwicklung eigener diskursiv-künstlerischer Projekte, zuletzt die „Schule der Distanz“ (Berliner Festspiele/Martin-Gropius-Bau). Foto: Malte Jäger.
Homepage: https://corneliuspuschke.wordpress.com

 

Damian Rebgetz
_Panel: Wie aus Breaking News Theater wird. Yael Ronens “Point of no Return” und der Amoklauf von München. (7.5., 15 Uhr)

Damian Rebgetz, geboren 1978 in Darwin/Australien, studierte klassischen Gesang (Queensland Conservatorium of Music), Musiktheater (West Australian Academy of Performing Arts) sowie Sound Studies (Universität der Künste Berlin). Als Performer mischt er Feldforschung mit Autobiografie, Storytelling, Performance-Lecture und Musical. Er ist Mitglied des Ensembles der Münchner Kammerspiele. Homepage: http://damianrebgetz.net

 

Angela Richter
_Panel: Behauptungsmaschine Theater: Fake und / oder die Kunst des “Als Ob”. ( 6.5., 12 Uhr)
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Panel: Entgrenzung des Theaters. Wie digitale Medien den Theaterraum öffnen. (6.5., 16 Uhr)

Angela Richter ist eine deutsch-kroatische Regisseurin. Ihre Arbeiten für das Theater entstehen aus der Verbindung von Performance und Recherche: Interviews und Material, das sie auf intensiven Recherchereisen sammelt. Nach ihrem Regiestudium bei Jürgen Flimm in Hamburg arbeitete sie lange Jahre in der Freien Szene. 2006 gründete sie in Hamburg das Fleetstreet-Theater, das sie bis 2010 leitete. Von 2013 bis 2016 war sie Hausregisseurin am Schauspiel Köln. In den vergangenen sechs Jahren hat sie sich überwiegend mit den Themen Netzaktivismus, Whistleblowing und Wikileaks beschäftigt. In diesem Kontext traf sie u.a. Julian Assange und Edward Snowden. Ihre Auseinandersetzung gipfelte 2015 in dem transmedialen Projekt Supernerds am Schauspel Köln, das Internet, Fernsehen und Theater verband und in dem u.a. live die Mobiltelefone der Zuschauer „gehackt“ und bespitzelt wurden, nach dem Vorbild der NSA und mit Beratung von Edward Snowden.  Zur Zeit bereitet Angela Richter ihre Inzenierung Die drei Leben der Antigone von Slavoj Zizek für das Staatstheater Zagreb vor.

 

Kathia von Roth
_Panel: Theater in Zukunft. Neue Formate für Bühnenkunst.(6.5., 15:00 Uhr)

Kathia von Roth ist Künstlerin, Aktivistin und Social Engineer. Seit dem Abschluss ihres Regiestudiums 2013 verbindet sie Theaterspiel und Performance mit analogem Spieledesign. In ihren Arbeiten baut sie physische und konzeptionelle  „utopische Zonen“, von fiktionalen immersiven Theaterräumen bis hin zu gamifizierten Arbeitsstrukturen im Rahmen von Festivals, Konferenzen und kollektiven Kunstprojekten. Sie lebt und arbeitet in Hamburg. Homepage: http://www.kathiavonroth.de

 

Tim Sandweg
_Panel: Neue Plattformen für digitale Theaterpraxis: Immersion, Performersion, European Digital Lab, Theater der Dinge. (6.5., 13 Uhr)

Tim Sandweg ist Dramaturg und Autor und seit der Spielzeit 2015/16 Künstlerische Leiter der Schaubude Berlin und des internationalen Festivals des zeitgenössischen Figuren- und Objekttheaters Theater der Dinge. Von 2009 bis 2014 Dramaturg und stellvertretender Künstlerischer Leiter am Puppentheater Magdeburg. Seit 2009 Mitglied der Redaktion des Magazins für Puppen-, Figuren- und Objekttheater double. Diverse Stückentwicklungen, Bühnenadaptionen und Performances u.a. in Berlin, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, verschiedene Jury-Tätigkeiten und derzeit Vorstandsmitglied des Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst. Foto: Daniel MG Weiß

 

Christian Schiffer
_Panel: Wie aus Breaking News Theater wird. Yael Ronens “Point of no Return” und der Amoklauf von München. (7.5., 15 Uhr)

Christian Schiffer arbeitet als Journalist für den Bayerischen Rundfunk und für den Deutschlandfunk. Zu seinen thematischen Schwerpunkten zählen Politik, Popkultur und digitale Medien. Außerdem ist er Herausgeber der WASD, einem Bookazine für Computerspielkultur. 2016 arbeitete Schiffer für das ZDF die deutsche „Killerspiel“-Debatte in Form einer dreiteiligen Fernseh-Dokumentationen auf, die dieses Jahr für den Grimme-Preis nominiert wurde.

 

Robert Stachel (Maschek)
_Vortrag mit Gespräch: Satire als Ästhetik des Widerstands: Maschek und Saturday Night Life. (7.5., 15 Uhr)

Robert Stachel (* 1972 in Wiener Neustadt, Niederösterreich) studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien und an der FU Berlin. In den Neunziger Jahren engagierte er sich für Freie Medien und arbeitete unter anderem an der Umsetzung des Wiener Community-TV-Senders Okto mit. Im Jahr 1996 gründete Stachel gemeinsam mit Peter Hörmanseder und Ulrich Salamun die Mediensatiregruppe maschek, mit der er seit 2002 regelmäßig auf der Bühne steht. Seit 2005 sind maschek regelmäßig auch im österreichischen Fernsehen ORF mit ihren satirischen Live-Synchronisationen aktueller Nachrichtensendungen zu sehen. maschek auf YouTube: www.maschek.org/videos.

 

Bernd Stegemann
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Streitgespräch: Gespenster der Freiheit – Die offene Gesellschaft und die neuen Populisten. (7.5., 12 Uhr).

Bernd Stegemann ist seit 2005 Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Er promovierte mit einer systemtheoretischen Arbeit bei Manfred Brauneck und arbeitete an zahlreichen Theatern und Festivals. Er war von 1999 bis 2002 Chefdramaturg am TAT in Frankfurt, 2004 bis 2007 Dramaturg am Deutschen Theater in Berlin, 2009 bis 2016 (2009 bis 2011 Chefdramaturg) Dramaturg an der Schaubühne in Berlin und ab 2017/18 Dramaturg am Berliner Ensemble. Er hat die Reihe Lektionen bei Theater der Zeit begründet. Bisher erschienen sind die Bände 1 Dramaturgie, 2 Regie, 3 und 4 Schauspielen, 5 Theaterpädagogik. 6 Kostüm. 7 Theater der Dinge. Zahlreiche Publikationen zur Dramaturgie und Kunst des Theaters, zuletzt „Die Kritik des Theaters“, Berlin 2013, „Lob des Realismus“, Berlin 2015 und Das Gespenst des Populismus, Berlin 2017.

 

Gerfried Stocker
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Impuls und _Panel: Entgrenzung des Theaters. Wie digitale Medien den Theaterraum öffnen. (6.5., 16 Uhr)

Gerfried Stocker, 1964 geboren, ist Medienkünstler und Ingenieur der Nachrichtentechnik. 1991 gründete er x-space, ein Team
zur Realisierung interdisziplinärer Projekte, das zahlreiche Installationen und Performance-Projekte im Bereich Interaktion, Robotik und Telekommunikation realisiert hat. Seit 1995 ist Gerfried Stocker künstlerischer Geschäftsführer von Ars Electronica. 1995/96 entwickelte er mit einem kleinen Team von KünstlerInnen und TechnikerInnen richtungsweisende neue Ausstellungsstrategien des Ars Electronica Center und betrieb den Aufbau einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, des Ars Electronica Futurelab. Unter seiner Führung wurden ab 2004 das Programm für internationale Ars Electronica Ausstellungen aufgebaut und ab 2005 die Planung und inhaltliche Neupositionierung für das neue und erweiterte Ars Electronica Center aufgenommen und umgesetzt.

 

Elisabeth Wehling
_Keynote: Die Macht der Sprachbilder – Politisches Framing und neurokognitive Kampagnenführung. (6.5., 10:40 Uhr)
_Panel: Behauptungsmaschine Theater: Fake und / oder die Kunst des “Als Ob”. ( 6.5., 12 Uhr)
_Workshop: Angewandtes Framing. (6.5., 13 Uhr)

Elisabeth Wehling, geboren 1981 in Hamburg, studierte Soziologie, Journalistik und Linguistik in Hamburg, Rom und Berkeley. Sie promovierte in Linguistik an der University of California, Berkeley, ihr Forschungsbereich ist die politische Werte-, Sprach- und Kognitionsforschung. Seit 2013 leitet sie am International Computer Science Institute in Berkeley Forschungsprojekte zu Ideologie, Sprache und unbewusster Meinungsbildung mit Methoden der Neuro- und Verhaltensforschung sowie der kognitionslinguistischen Diskursanalyse. Elisabeth Wehling hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht und ist Koautorin von Auf leisen Sohlen ins Gehirn (Carl-Auer, 2008) und The Little Blue Book (Simon & Schuster, 2012), zusammen mit George Lakoff. Wehling lebt in Berkeley, Kalifornien und ist in den USA und Europa als Beraterin für Politik und Wirtschaft tätig. Zuletzt  erschien: Politisches Framing Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht, Herbert van Halem Verlag, 2016. Homepage: www.elisabethwehling.com

 

Heidi Wiley
_Panel: Neue Plattformen für digitale Theaterpraxis: Immersion, Performersion, European Digital Lab, Theater der Dinge. (6.5., 13 Uhr)

Heidy Wiley ist seit 2009 Geschäftsführerin der European Theatre Convention (ETC), Europas Netzwerk öffentlicher Theater: Kooperationsnetzwerk, Plattform für professionellen Austausch und Interessensvertretung der Theater. Sie ist für die Strategie des Netzwerkes verantwortlich und entwickelte u.a. internationale Kooperationsformate, die die Anliegen der Theater europaweit in aktuelle gesellschaftliche Debatten einbringen, aktuell das „European Theatre Lab: Drama goes digital“. Im Dialog mit der EU Kommission vertritt sie die ETC u.a. in Arbeitsgruppen zu ‚Audience development via digital means‘ und ‚Participatory governance of cultural heritage‘. Zuvor hat sie weltweit als Produzentin mit Künstlern und Theaterkompagnien aus UK und Frankreich gearbeitet und war für europäische Netzwerke in Film, Bildung und Wissenschaft tätig, hat M.A. Abschlüsse in Kulturwissenschaften (Universität Lüneburg) und Internationales Management (Université Sorbonne Paris III). Nach Stationen in Edinburgh, Cleveland und Paris lebt und arbeitet Heidi Wiley heute in Berlin.

 

Harald Wolff
_Vortrag mit Gespräch: Community Arbeit an der Facebook Front: 40 000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten. (6.5., 15 Uhr)

Harald Wolff ist Dramaturg und Mitglied des Vorstandes der Dramaturgischen Gesellschaft. Er hat in Nordrhein-Westfalen an Stadttheatern und Freien Spielstätten in Aachen, Düsseldorf, Neuss, Münster, Oberhausen und Mühlheim an der Ruhr gearbeitet. 2007 bis 2009 war er Chefdramaturg am Rheinischen Landestheater in Neuss, von 2011 bis 2016 Dramaturg für alle Kunstgattungen am Theater Aachen. Er hat u.a. die Aktionen „631 Bundestagsabgeordnete treffen ihre Dramaturg*innen“ und „40.000 Theatermitarbeiter*innen treffen ihre Abgeordneten“ mitverantwortet.

 

Gordon_W._ZealotGordon W. Zealot
_Catering Master TIKI

Gordon W. Zealot (*1954; bürgerlicher Name: Gordon Wojcickowski) ist ein kanadischer Koch, Performance-Künstler und Musiker. Er studierte in indischen Ashrams und schloss sich daraufhin in Kanada dem Neoismus an. Auf Festivals machte er Chapati zum offiziellen neoistischen Essen und führte kostenlose Haarschnitte als Ritual neoistischer Veranstaltungen ein. Seit den 1990er-Jahren betreibt er in Berlin das Kleinrestaurant „W“ (dessen Logo ein umgedrehtes McDonald’s-„M“ ist) und ist als Musiker und Fluxus-Künstler aktiv. Er trat als Koch-Performancekünstler unter anderem auf der Ars Electronica 1996 und 2004 sowie an der Berliner Volksbühne auf.

Die Liste ist im Aufbau und wird sukzessive ergänzt.

>>Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen hier.